Manchmal beginnt eine große Geschichte mit einer ganz einfachen Idee am Ende eines Sommerfestes. So war es auch beim OGV Enzberg im Jahr 2014: Eigentlich sollte nur das hintere Häuschen durch eine Dachverlängerung vergrößert werden, um das ständige Herankarren von Material aus den Scheuern von Theo Bellon und Jürgen Sauter zu beenden. Doch was als kleiner Plan begann, entwickelte sich zu einem der größten Meilensteine in unserer Vereinsgeschichte: dem Bau unseres eigenen OGV-Hauses!
Im Juni 2026 blicken wir voller Stolz zurück. Bei unserer feierlichen Jubiläumsveranstaltung standen vor allem diejenigen im Rampenlicht, ohne die dieses Projekt niemals möglich gewesen wäre: unsere fantastischen Bauhelfer, die eingeladen waren, um dieses besondere Jubiläum gemeinsam zu feiern.
Ein gelungener Abend im Zeichen des Dankes
Der Festabend startete für die geladenen Gäste feierlich mit einem herzlichen Sektempfang. Im Anschluss übernahm Stefan Schickle das Wort und begrüßte alle Anwesenden. Ralf Speh führte die Gäste danach charmant durch den weiteren Abend. Als zentralen Programmpunkt trug er die eigens verfasste Chronik über den Bau des OGV-Hauses vor und ließ die Höhen und Tiefen der Entstehungsgeschichte noch einmal lebendig werden.
Auch kulinarisch wurden die Gäste bestens verwöhnt: Das fleißige Küchenteam zauberte in der Zwischenzeit einen hervorragenden Rostbraten mit Spätzle und Salat, der für große Begeisterung sorgte. Das absolute Highlight des Abends war schließlich der von Heinz Schaier erstellte Dokumentationsfilm. Die bewegten Bilder zeigten eindrucksvoll die verschiedenen Bauphasen und weckten bei vielen Helfern alte Erinnerungen.
Der lange Weg durch die Bürokratie: Wir ließen uns nicht aufhalten!
Der Weg zum eigenen Vereinsheim war kein Spaziergang. Nach ersten Rückbauforderungen der Stadt Mühlacker wegen des Bauens im Außenbereich im Herbst 2014 brauchte es viel Durchhaltevermögen. Dank einer Initiative der CDU-Fraktion im Gemeinderat wurde schließlich der Weg für ein Bebauungsplanverfahren geebnet.
Die Vorstandschaft ließ sich auch von zähen Verhandlungen nicht abschrecken: Sei es der Kampf mit dem Tiefbauamt um die Abwasserfrage oder Auflagen der EnBW wegen der Hochspannungsleitung. Ein riesiger Dank gilt hierbei Volker Speh für die engagierte Planung, Günter Repple für die unentgeltliche Vermessung und Karl Schollenberger für die kurzfristige, ebenfalls unentgeltliche Erstellung der Statik. Am 20. Oktober 2016 hielten wir sie endlich in den Händen: die offizielle Baufreigabe!
Von der Bodenplatte bis zum fertigen Heim: Ein Kraftakt in Eigenleistung
Unter der fachkundigen Leitung von Bauleiter Eugen Kimmich ging es im Oktober 2016 endlich los. Was danach folgte, war eine Meisterleistung ehrenamtlichen Engagements, aufgeteilt in intensive Bauphasen:
Erdarbeiten & Fundament (Ende 2016): Unter der Leitung von Bernd Welte rückte das Team aus, um den Aushub zu stemmen, Fundamente zu gießen und die Abwassergrube sowie die Zisterne zu setzen.
Der Rohbau im Unwetter (März 2017): Unvergessen bleiben die eisigen und nassen Tage vom 16. bis 18. März 2017. Trotz widrigsten Wetters stellten unsere Zimmerleute von der Alb – Volker Speh und Wolfgang Thiel – gemeinsam mit vielen Helfern die im Abbundzentrum Bodensee produzierten Fertigteile auf und deckten das Dach ein.
Fassade & Innenausbau (März – Juni 2017): Fassadenschalung, Fensterläden und das Tor wurden montiert. Direkt im Anschluss folgten die Elektro-, Sanitär- und Deckenarbeiten, um das Innere bewohnbar zu machen.
Außenanlage & kontinuierliche Ausbauten: Bis zum Winter 2017 wurden Mauern gebaut, Flächen eingesät und die Terrasse angelegt. Und auch nach der ersten Einweihung im Oktober 2017 wurde das Haus bis heute stetig erweitert – unter anderem durch eine Küche, eine Alarmanlage, WLAN, einen Aufzug und zukunftsfähige Technik wie ein Balkonkraftwerk samt Batteriespeicher.
Ein riesiges DANKESCHÖN an unsere Helden!
Ein solches Projekt trägt Namen. Besonders hervorheben möchten wir an dieser Stelle den unermüdlichen Einsatz von Bernd Welte, Jürgen Sauter, Willi Glass, Roland Schmidt und Theo Bellon. Ein herzlicher Dank gilt auch unseren Zimmerleuten Volker Speh und Wolfgang Thiel sowie den zahlreichen weiteren Helfern aus den verschiedenen Bauphasen: Daniel und Stefan Schickle, Eugen Maurer, Alfred Müller, Jürgen Reinhardt, Otto Kattisch, Heinz Schaier, Ralf Speh, Helmut Scheffelmaier, Thomas Ziegler, Roland Schmidt, Thomas Frölich, Emily Speh, Nina Hauck, Tobias Nirk, Hans Huber, Willehad Westendorf, Ottmar Leibrand, Roland Erlenmaier, Siegfried Begoin, Martin Tosenberger und Ronny Grieshaber.
Ebenso danken wir den unterstützenden Firmen (Kimmich Bau, NSN, Fa. Roll, Maler Kraft, M&H, Efferen, Schirdewan, Scharbinger) und unseren großzügigen Spendern.
Mehr als nur ein Gebäude: Das Herz unseres Vereinslebens
Heute ist das OGV-Haus aus Enzberg nicht mehr wegzudenken. Es ist kein bloßer Zweckbau, sondern ein lebendiger Ort der Begegnung, des Wissens und des Brauchtums. Seit der Fertigstellung finden hier all unsere Sitzungen statt. Unser Vereinsleben blüht durch regelmäßige Stammtische, gemütliche Adventsfenster mit Weihnachtsfeiern und informative Schnittkurse richtig auf. Auch beliebte Events wie die 1. Mai Hocketse wurden dadurch überhaupt erst möglich und die Organisation unseres traditionellen Sommerfestes ist um ein Vielfaches einfacher geworden.
Die feierliche Jubiläumsveranstaltung war ein wundervoller Anlass, um bei bester Verpflegung alte Geschichten aufleben zu lassen, den von Heinz Schaier erstellten Dokumentationsfilm zu genießen und einfach „Danke“ zu sagen.

















